GAP MAGAZIN / nov.01
...sechs
menschen mit mics erzeugen einen sound, der massiv den körper stimuliert.
wie genau solch satte grooves und präzise beats hervorkommen bleibt unerklärlich
und ist maximal durch exzessive synergienutzung von micro und mund nachvollziehbar...
das perfekte zusammenspiel der wieder mensch gewordenen elektronischen
klanginstrumente sorgt dafür, das BK keineswegs ein nischenprodukt verkörpern.
ihr riesiges spektrum an groove und beats steht vielmehr genreübergreifend
als postelektronische konsequenz der aktuellen musikkultur im raum.
als vor
zwei jahren die arbeit an der cd begann, war die möglichst authentische
aufzeichnung
des live-programms das erklärte ziel. das herumtüfteln an den verschiedenen
aufnahmeverfahren
-wie vokale signale zerlegt, gefiltert und remixt werden könnten-eröffnete
jedoch immer neue
experimentelle möglichkeiten. die sich daraus ergebende eigendynamik brachte
neue ideen,
die wiederum auf die live-auftritte einfluß nahmen. eine fusion von mensch
und technik war die folge,
die in einer kombination aus remix und song in "jamzero" einfloss.
trotzdem, oder deshalb, bleibt der unverwechselbare charme der live-gigs auch
auf cd erhalten,
der bis zur letzten zugabe dem publikum die ehrfurchtsvolle unsicherheit aufdrängt,
nicht genau zu wissen, ob man denn überhaupt tanzen darf. man muss!